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Freitag, 30. Dezember 2016

Neujahrsgebet zum Jahresende

Neujahrsgebet zum Jahresende
Herr, setze dem Überfluss Grenzen,
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
aber auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
und den Deutschen eine bessere Regierung.
Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen.
Aber nicht sofort.


Neujahrsgebet des Pfarrers von St. Lamberti, Münster (1883)

Ein neues Buch



Ein neues Buch, ein neues Jahr -
was werden die Tage bringen?
Wird's werden, wie es immer war,
halb scheitern, halb gelingen?
Ich möchte leben, bis all dies Glühn
rücklässt einen leuchtenden Funken.
Und nicht vergeht wie die Flamm' im Kamin,
die eben zu Asche gesunken.


von Theodor Fontane

Samstag, 24. Dezember 2016

Von guten Mächten treu und still umgeben

1. Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

2. Noch will das Alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten[5] Seelen
das Heil, für das du[6] uns geschaffen[7] hast.

3. Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.

4. Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.

5. Lass warm und hell[8] die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

6. Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.

7. Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei[9] uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer
https://de.wikipedia.org/wiki/Von_guten_M%C3%A4chten_treu_und_still_umgeben

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Wann fängt Weihnachten an?




Wann fängt Weihnachten an:

Wenn der Schwache
dem Starken die Schwäche vergibt.
wenn der Starke
die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas
mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute
bei dem Stummen verweilt
und begreift,
was der Stumme ihm sagen will,
wenn der Leise
laut wird
und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle
bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige
wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel
ein winziges Licht
Geborgenheit,
helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht,
sondern du
gehst so wie du bist
darauf zu,
dann
ja, dann
fängt Weihnachten an.


(Rolf Krenzer)


 ~FROHE WEIHNACHTEN~Happy X-Mas~Feliz Navidad~Joyeux Noël~

Samstag, 17. Dezember 2016

Ich wünsche dir

Ich wünsche Dir nicht alle möglichen Gaben,
ich wünsche Dir nur, was die meisten nicht haben.
Ich wünsche Dir Zeit, Dich zu freu'n und zu lachen,
und wenn Du sie nützt, kannst Du was draus machen.

Ich wünsche Dir Zeit für Dein Tun und Dein Denken,
nicht nur für Dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche Dir Zeit, nicht zum Hasten und zum Rennen,
sondern Zeit zum Zufrieden sein können.

Ich wünsche Dir Zeit, nicht nur zum Vertreiben,
ich wünsche, sie möge Dir übrig bleiben.
Als Zeit für das Staunen und das Vertrau'n,
anstatt nach der Uhr nur zu schau'n.

Ich wünsche Dir Zeit, nach den Sternen zu greifen
und Zeit um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche Dir Zeit zu Dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu begreifen.
Ich wünsche Dir Zeit auch, um Schuld zu vergeben,
ich wünsche Dir Zeit zu haben zu leben.

unbek.

Tage sind wie Stufen



" Tage sind wie Stufen,
die uns mit unserem ganzen Menschsein hinauf-
und hinabführen können.
Tage sind Blätter im Buch unseres Lebens,
die wir beschreiben sollen und
nicht leer lassen dürfen."
saturnin paules.

Samstag, 29. Oktober 2016

Zeitumstellung

ZEITGEMÄSSES zur ZEITUMSTELLUNG....
Zeit ist - in der wir einfach tun,
sie bleibt jedoch, auch wenn wir ru´hn.
Wir müssen stets in ihr verweilen,
versuchen sie gut einzuteilen.
Zeit ist, was wir den andern stehlen,
wir tun, als würde sie uns fehlen.
Die Zeit, die wollen wir besitzen,
und möchten diese auch gut nützen.
In die Zeit sind wir geboren,
und gehen doch in ihr verloren,
denn was wir hören, fühlen, sehen,
das wird auch mit der Zeit vergehen.
Die Zeit, sie hetzt uns in die Eile,
doch sie erzeugt auch Langeweile.
Nur wenn man stirbt ist man befreit,
dann wird die Zeit zur Ewigkeit... (Alfred Pany)

Montag, 5. September 2016

Bin ich ein Rassist?

Bin ich ein Rassist?
Und diese Frage ist durchaus ernst gemeint!
Ich mag keine Chinesen, die Hunden bei lebendigem Leibe das Fell abziehen und diese Hunde dann essen!
Ich mag keine weißen Amerikaner, die schwarzen Menschen in den Rücken schießen und ich mag keine schwarzen Amerikaner die weißen Menschen in den Rücken schießen!
Ich mag keine Menschen aus Afrika, aus den arabischen Ländern oder woher auch immer, die mit Drogen, Waffen und Menschen dealen!
Ich mag, keine schwarzen, weißen, gelben, roten oder grünen (egal welcher Couleur) Menschen die, wenn sie besoffen sind, nicht mehr wissen was sie tun!
Ich mag keine Menschen, denen ihre Religion über alles geht und die dafür sogar Morden, Vergewaltigen, Quälen und Brandschatzen!
Und ich mag Menschen nicht, die auf Kosten anderer Menschen ihr Schäfchen ins trockene bringen wollen, auch da ist es mir egal welcher Couleur!
Ich mag aber Menschen die nett und höflich sind, Menschen mit denen man Spaß haben kann, denen egal ist, ob ich hübsch oder hässlich, ob ich Christ,ohne Glauben oder Muslim bin!
Und ich mag Lügen, egal von wem auch immer, ums Verrecken nicht! Und ganz besonders nicht von Politikern! (schwer)
Noch einmal, bin ich Rassist?

Das ist kein Gedicht.

Es ist eine Aussage.

Nicht von mir.

 

Donnerstag, 21. Juli 2016

Meine Zeit

Meine Zeit
ist nicht mehr
mit lautem Treiben gefüllt.
Auf sie und mich
senkt sich
Frieden herab.
Stille kriecht in die Stunden.
Doch keine Einsamkeit.
Das Leben vollzieht sich
veränderlich.
Gut.



Edith Hornauer

Montag, 11. Juli 2016

Liebe und Weisheit


LIEBE UND WEISHEIT


Wo Liebe ist und Weisheit, da ist weder Furcht noch Ungewissheit;
wo Geduld und Demut, weder Zorn noch Aufregung;
wo Armut und Freude, nicht Habsucht und Geiz;
wo Ruhe und Besinnung, nicht Zerstreuung noch Haltlosigkeit.

(Franz von Assisi 1181-1226, italienischer Mönch)

Donnerstag, 7. Juli 2016

Ein kleines Lied

EIN KLEINES LIED

Ein kleines Lied. Wie geht's nur an,
Dass man so lieb es haben kann,
Was liegt darin? Erzähle!
Es liegt darin ein wenig Klang,
Ein wenig Wohllaut und Gesang
Und eine ganze Seele.

(Marie von Ebner-Eschenbach 1830-1916, österr. Schriftstellerin)

Montag, 4. Juli 2016

Liebe

Auf dieser Welt...
ist nur eines was zählt ....
nur eines, was dauerhaft ZUfriedenheit und Glück verspricht ...
Liebe zu anderen ... zur Natur... in jeder Hinsicht ...
Denke ...daß Liebe weit länger zählt ...
und nicht nur ein Leben lang währt !
©Luna-art (G.Sack-Neumann)

Sonntag, 3. Juli 2016

Glück

GLÜCK

Nun ward es Sommer und die Rosen blühn
und blaue Sterne blitzen durch die Nacht . .
und durch die Nacht und ihre blühenden Rosen
und ihre glück-tieffrohe Stille hingegen wir
. . zwei selige Kinder . .
und endlos vor uns breitet sich . .
in wunderbarer Helle,
von reifendem Korn durchrauscht,
die schöne Welt.

(Cäsar Flaischlen 1864-1920, deutscher Lyriker)

Donnerstag, 16. Juni 2016

Wie unendlich ....


Wie unendlich dünn
die Seelenhaut ist
spürt man erst
wenn jemand sie mit
einem Mantel der Freundschaft
bedeckt
und die gefrorenen Tränen
perlen auf den Knöpfen
und der Kragen schabt sich
an den Narben.


Wie unendlich dünn
die Eisdecke ist
unter der man sich bewegt
spürt man erst
wenn leise Schritte sich nähern
vorsichtig am Eis kratzen
und sich ein Lächeln
über einem spiegelt.

Wie unendlich weit weg
Vertrauen wohnt
spürt man erst
wenn eine Seele der anderen
sich öffnet
und noch fremde Stimmen
sich einen gemeinsamen Klang
suchen.

Wie unendlich weit ist diese
Welt
vor der man sich verschloss
und wie unendlich gross
ist Leid
das man fast "genoss"
Wie unendlich kann man sich verlieren
für einen Menschen
und nimmt unendlich wenig wahr
von dem
was Leben ist.

Wahr-nehmen in zu-fallender Begegnung
ist unendlich schön...........
© Christa Krug.

Donnerstag, 31. März 2016

Stufen

STUFEN (von Hermann Hesse)

Wie jede Blüte welkt

und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

 
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.

 
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!

 
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Dienstag, 29. März 2016

Wahrheit


Du musst immer die Wahrheit sagen,
sagte man mir, als ich klein war.

Ich sagte die Wahrheit
und wurde ausgelacht.


Ich sagte die Wahrheit
und wurde geschlagen.

..............Ich sagte die Wahrheit
und wurde beschimpft.

Ich merkte:
es gibt verschiedene Wahrheiten.

Meine und deine.

Welche gilt?

Ich weiß es nicht.

Doch lernte ich, vorsichtig
umzugehen mit der Wahrheit
der anderen
und meine nicht zu verleugnen.

© P.Eitner

Sonntag, 27. März 2016

Wenn ihr hört ....

Wenn ihr hört mein schweres Atmen,
mich so weiß da liegen seht,
hat der Tod mein altes Leben
schon verweht.

Wenn ihr ruft, ich soll doch bleiben,
schmerzerfüllt sei euer Herz,
ach, ich tanz mit wilden Sprüngen
himmelwärts.


Wenn ihr seht die Augen brechen,
sehe ich ein neues Licht,
meine Totenmaske
ist ein strahlendes Gesicht.


Wenn ihr klagt, ich sei verschieden,
atemlos und hin,
freu ich mich auf Kerzenmeere,
meinen flammenden Beginn.


Nichts wird euch an mich erinnern,
dort im Grabe liegt nur Schein,
und ich werd für alle Zeiten
ein Ereignis sein.



(Peter Turrini, Die Schlacht um Wien, Zweiter Akt)
Arnold Mettnitzer
Am Tag des Begräbnisses von Erwin Ringel wurde am offenen Grab dieses Gedicht vorgetragen, das Peter Turrini seinem verstorbenen Freund gewidmet hatte.

Sonntag, 21. Februar 2016

Vorfrühling




Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
an der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau,

greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit ins Land und zeigens.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.



(Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutscher Lyriker)

Sonntag, 17. Januar 2016

Du bist ja hier



Du bist ja hier


"Auf dem heil'gen Grund, den wir betreten,
sind Glanz und Schönheit in die Welt gegossen,
wie Muttermilch uns nährend zugeflossen,
noch während unsre Herzen hungrig beten.
Der Mensch, er faltet sehnsuchtsvoll die Hände
und wähnt Dich fern, hoch über allen Dingen,
versäumt, den Halm am Boden zu besingen,
an dem das Wollen sein Versiegen fände.
Du bist ja hier! Und wir, wir gleichen Bäumen.
Wir wiegen uns im Wind, in Deinen Armen,
wir blühen und vergehn in Dein Erbarmen
und lassen uns von Dir ins Leben träumen."

aus "Dorn der Liebe", Gedichte von Giannina Wedde, echter Verlag, 2015

Sonntag, 10. Januar 2016

Eigene Meinung



Ihre Zeit ist begrenzt, also verschwenden Sie sie nicht damit,
das Leben eines anderen zu leben.
Lassen Sie sich nicht von Dogmen in die Falle locken.
Lassen Sie nicht zu, dass die Meinungen anderer
Ihre innere Stimme ersticken.

Am wichtigsten ist es, dass Sie den Mut haben,
Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen.
Alles andere ist nebensächlich.


(Steve Jobs)